Presse


vom 4. Dezember 2004

Frühe Vorbereitung für die Wildwasserwoche
Glühwein-Testtrinken am Walder Weihnachtsmarkt

Gestern Abend gab es ein kuscheliges Gedränge vor Bier- und Glühweinständen auf dem Walder Weihnachtsmarkt.

Foto: up

(blg) Mit gewohnter Sorgfalt, Gründlichkeit gepaart mit der ihm eigenen Unbeschwertheit bereitet sich der Haus- und Hofküchenchef Helmut A. auf seinen mit Freude erwarteten Einsatz bei der diesjährigen Kanu-AG-Pfingstfahrt vor. Neben dem Einüben des in der Woche zu erwartenden "kuscheligen Gedränges" gab es Testessen bei den vielen kulinarischen Ständen, erste Übungen für ein abgehärtetes Gehör durch die zünftigen Musikdarbietungen und als Höhepunkt das 90minütige Glühwein-Testtrinken.
"Qualität und Temperatur des Glühweins sind super!" lobt Helmut A. die Anbieter, "nur am Preis lässt sich sicher noch was machen! Immerhin sind wir Großabnehmer!"
Mit großem Interesse schaute Helmut A. schließlich das anrührende Kasperle-Stück um den gestohlenen Weihnachtsbaum an. "Ich plane etwas ähnliches ähnliches während der Woche aufzuführen, vielleicht unterstützt durch den Reisebusbusfahrer Norbert, aber mehr wird noch nicht verraten..."


vom 12. Februar 2003

Chloralarm: Bad geräumt
Gestern Nachmittag: 17 Schüler mussten raus aus Ohligser Hallenbad

Feuerwehrsprecher Michael Stachelhausen vor dem Stahlschrank, in dem die Chlorgasflaschen gelagert sind.

Foto: Christian Beier

(crm) Für 17 Schüler einer Arbeitsgemeinschaft der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule Wald nahm gestern der Unterricht im Ohligser Hallenbad ein plötzliches Ende: Um 15.09 Uhr sprang die Alarmanlage an - Chlorgasaustritt. Auch wenn kein Gas in die Schwimmhalle selbst gelangte, wurden die Kinder vom Notarzt in Verhaltensmaßnahmen eingewiesen. Denn die Folgen einer Chlorgasvergiftung können erst Stunden später auftreten. „Vermutlich ist ein Ventil an einer der beiden 40-Liter-Flasche undicht gewesen“, erklärt Feuerwehrsprecher Michael Stachelhausen. Das Gas aber ist nur in geringer Menge ausgetreten. „Da hätte man schon seine Nase tief in das Leck stecken müssen, um etwas davon abzubekommen.“ Die Feuerwehr hat die Zuleitung von den Flaschen geschlossen.
Die beiden Chlorgasflaschen werden außerhalb des Hallenbades an der Sauerbreystraße in einem Stahlschrank aufbewahrt. Von hier gehen die Zuleitungen ins Schwimmbad. Der Stahlschrank ist mit einer Messanlage ausgerüstet, die bei Gasaustritt Alarm auslöst. „Das ausgetretene Gas ist nicht über den Stahlschrank hinaus gekommen“, so Michael Stachelhausen. Vorsorglich wurde dennoch während des Einsatzes der Abschnitt der Sauerbreystraße vor dem Hallenbad gesperrt. Noch während des Einsatzes wurde die Wartungsfirma informiert, die nun den Schaden
beheben muss. Bis dahin bleibt das Hallenbad geschlossen.
Chlor dient unter anderem der Desinfizierung von Schwimmbadwasser. Als Gas in gefährlicher Dosis eingeatmet führt es zur Verätzung der Lunge und dadurch zum Erstickungstod.


vom 4. Februar 2000

Wildwasserratten aus Wald
Friedrich-Albert-Lange-Schule Schüler auf Kanu-Tour in den Alpen

(Von Nikolaos Legantis, Fabienne Nickel, Michèle Klesper, Barbara Windl, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule) Im Herbst 2000 ist es endlich soweit. Der Kanufahrer-Nachwuchs der Friedrich-Albert-Lange-Schule fährt zu den wilden Gewässern der Alpen. Unter der Leitung von Volker Blumenberg (31) und Hilmar Welge (35) werden sie vom Internationalen Kanuverband gesponsort, weswegen die Schüler sich nichts selbst besorgen müssen. Bis jetzt mussten sich die Jugendlichen der Jahrgänge 7 bis 13 mit dem Schwimmbad auf der Sauerbreystraße in Ohligs oder den umliegenden Flüssen zufrieden geben.
Kanufahren ist unter Fachanleitung ein ungefährlicher Sport, so brauchen die Schüler keine Angst zu haben. Im nächsten Jahr wird die AG sogar an einem Kanuturnier teilnehmen. Leider sind in der AG mehr Jungen als Mädchen: "Ich würde mich freuen, wenn es gleich viele Mädchen und Jungen gäbe", meinte Volker Blumenberg. Doch es geht nicht nur um wildes Kanufahren, sondern auch um die natürliche Umgebung.


vom 3. Dezember 1999

Im Wildwasser gingen fast alle mal baden
Bei ihren ersten Versuchen in Hohenlimburg taten sich die Kanuten der Friedrich-Albert-Lange-Schule noch schwer.


Die Regattastrecke an der Lenne hat ihre Tücken. Wenn jemand kentert, wurde aber gleich die Rettungsleine vom Ufer in den Fluss geworfen.


Alles eine unbefristete Leihgabe vom Kanuverband: Vom Boot über Helm bis hin zum Neopren-Anzug wird alles gestellt.

Fotos: Martin Auer

(Von Martin Auer)
Treffpunkt 11 Uhr auf dem Parkplatz an der Lennebrücke in Hagen-Hohenlimburg. Nach und nach trudeln über 20 Schüler der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule aus Solingen ein. Die gut 30 Kilometer lange Fahrt in die Ausläufer des Sauerlandes wurde überwiegend von Eltern übernommen. Der Nieselregen und die kühlen Temperaturen haben offenbar niemanden abgehalten, wie AG-Lehrer Volker Blumenberg zufrieden feststellt. Immerhin ist auch ein besonderer Tag: Die erst in diesem Schuljahr gegründete Kanu-AG der Walder Gesamtschule wagt sich zum ersten Mal auf Wildwasser. Hinter dem Lenne-Wehr, praktisch direkt an der Hohenlimburger Fußgängerzone, ist eine der wenigen Regattastrecken Nordrhein-Westfalens eingerichtet. Das Wasser der Lenne, die sich unter den Torstangen kräuselt, hat bei näherem Hinsehen eine recht beeindruckende Fließgeschwindigkeit.
Die Gruppe aus Solingen wartet jetzt nur noch auf den zweiten AG-Leiter Hilmar Welge. Für ihn hat der Tag allerdings bereits vor knapp drei Stunden begonnen. Der Lehrer, wie sein Kollege Blumenberg ein aktiver Kanut, musste die Kanu-Einheit der Schule abholen, die derzeit bei den Solinger Wasserwanderern am Heiler Kotten an der Wupper untergebracht ist. Der Anhänger mit den übereinandergestapelten Booten und einem großen Metallbehälter macht einen imposanten Eindruck, als er hinter einem Wohnmobil auf den Parkplatz rollt.
Vom Parkplatz geht es unter die Lennebrücke der Bundesstraße 7, dort werden die Boote abgeladen und die Ausrüstung aus dem Metallbehälter geholt. Bis sich die Jugendlichen in die Neopren-Anzüge und Schwimmwesten gezwängt haben, vergeht allerdings fast eine halbe Stunde. Erst dann tragen die ersten Schüler ihre Boote an den Fluss. Zu Wasser gelassen werden die Kunststoff-Kajaks aber erstmal auf dem ruhigeren Lenne-Abschnitt über dem Wehr. Auf dem Wasser werden die Spritzdecken, die die Schüler um den Körper tragen, um den Rand des Bootseinstieges gespannt. Damit kann kein Wasser mehr in den Bootsrumpf eintreten.
Nachdem sich die komplette Gruppe mit einer Fahrt zu nächsten Brücke und zurück warm gemacht hat, geht´s endlich aufs Wildwasser. Auch wenn die Gruppe sich nur langsam und zusammen durch die einzelnen Schnellen bewegt, passiert es gleich: Das Boot von Yvonne kentert. Während der Rumpf kieloben weitertreibt, verschwindet die Schülerin für Sekunden unter Wasser. Als sie wieder auftaucht wirft einer der mitgefahrenen Väter ihr bereits eine Rettungsleine zu. Boot und Kanutin sind schnell am Ufer. "Eigentlich keine gefährliche Situation" meint Volker Blumenberg, "das Aussteigen unter Wasser haben wir im Schwimmbad Sauerbreystraße intensiv geübt." Bis zum Ende der zweieinhalb Stunden auf dem Wasser sind fast alle Baden gegangen, nur zwei sind trocken gebliben. Und ein unerwartetes Highlight gibt es noch für die Walder Schüler. Weltmeister Thomas Becker taucht auf seiner Hausstrecke auf, die gemeinsamen Solinger Kennzeichen ergeben schnell Kontakt zum Sportidol.
"Tolle Sache!"
Interview mit Weltmeister Thomas Becker

"Auf Entdeckungsreise gehen", empfiehlt Thomas Becker.

(ma) Bekanntschaft mit der Friedrich-Albert-Lange-Schule machte der Solinger Kajak-Weltmeister Thomas Becker bereits in Hohenlimburg. Dort gab es Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch.

Solinger Tageblatt: Was halten Sie von Kanu-AGs in der Schule?
Thomas Becker: Na, ist doch klar, dass das aus meiner Sicht eine tolle Sache ist, wenn junge Leute an meinen Sport herangeführt werden. Da bin ich auch jederzeit ansprechbereit: Wenn es terminlich passt, mache ich gerne mal etwas mit der Schule.
ST: Was würden Sie Jugendlichen raten, die Interesse am Kanufahren haben, aber nicht die Möglichkeit an ihrer Schule?
Becker: Da sind die Vereine der richtige Ansprechpartner. Ich selbst habe ja meine ersten Schritte beim Ohligser TV gemacht. Aber inzwischen gibt es auch die Wasserwanderer und die SG Itter. In den Vereinen bekommt man das Rüstzeug schnell beigebracht.
ST: Gibt unsere Umgebung genügend Kanustrecken her?
Becker: Absolut, wenn man nicht gerade auf Wildwasser fixiert ist. Ich habe früher viele Flüsse und Bäche im Bergischen erkundet. Neben der Wupper etwa den Eschbach bei Dabringhausen oder die Sülz. Man kann gut auf Entdeckungsreise gehen.

Die Interessen decken sich
Die Walder Schule arbeitet mit allen Kanu-Vereinen zusammen.

Das Naturerlebnis steht im Vordergrund für Schüler und Leiter der Kanu-AG.

Foto: privat

(ma) Für die Walder AG-Leiter Hilmar Welge und Volker Blumenberg ist die Motivation klar. "Wir wollen den Schülern nicht nur einen interessanten Sport, sondern auch Natur- und persönliche Grenzerlebnisse vermitteln." Die Schüler haben in der kurzen Zeit, seit die AG besteht, auch bereits Touren auf der Wupper und eine zweitägige Fahrt auf der Lahn unternommen. Trotzdem machen die Lehrer kein Geheimnis daraus, dass sie die Schüler auch an den Vereinssport heranführen wollen. "Das ist letztlich auch das Interesse des Kanu-Verbandes, wenn er solche Ausrüstungen zur Verfügung stellt", meint Hilmar Welge.
So arbeitet die Schul-AG auch bereits jetzt mit allen drei Solinger Kanu-Vereinen zusammen. Bei den Wasserwanderern, die mehr im Freizeitbereich aktiv sind, wird derzeit die Ausrüstung der Schule gelagert. Mit dem Ohligser TV, der ebenfalls Nachwuchsarbeit macht, teilt sich die AG fünf Kanus im Schwimmbad Sauerbreystraße - zwei kommen von der Schule, drei vom Verein. Und schließlich wird die AG auch von der SG Itter unterstützt, dem Verein von Hilmar Welge. Bei größeren Ausfahrten sind stets zusätzliche Betreuer vom Verein dabei.
Ein komplette Ausrüstung vom Kanuverband NRW
Walder Gesamtschule plant langfristig Oberstufen-Schwerpunkt.

(ma) Zwei Glücksfälle kamen zusammen beim Entstehen der Kanu-AG an der Friedrich-Albert-Lange-Schule. Da sind zum Einen mit dem Kölner Volker Blumenberg und dem Solinger Hilmar Welge zwei aktive Kanuten, die dem Lehrerkollegium angehören und auch noch einen Übungsleiterschein in ihrem Sport haben. Und dann ist da eine Kanu-Ausrüstung im Wert von rund 50 000 Mark, die der Schule praktisch un den Schoß fiel. "Ich wusste, dass die Kanu-Jugend NRW Ausrüstungen als unbefristete Leihgabe zur Verfügung stellt", erzählt Volker Blumenberg. "Als ich nachgefagt habe, war genau noch eine da, und Solingen galt als weißer Fleck auf der Landkarte des Kanuverbands."
Die Kanu-Einheit, die der Verband stellte, ist absolut professionell. Sogar der Anhänger, auf dem die 18 Kunststoffboote untergebracht sind, gehört dazu. Und natürlich auch 18 komplette Ausrüstungen für die Kanuten. Die reicht vom Neopren-Anzug über Wildwasser-Helm und Spritzdecke bis hin zur Paddeljacke - alles 18-fach. "Wer sich das selbst kauft, muss rund 3000 Mark bezahlen", erklärt Hilmar Welge.
Die Kanu-AG wurde von der Schule als freiwillige Arbeitsgemeinschaft für die Jahrgangsstufen 7 bis 13 angeboten. Das Interesse war sehr groß: Seit diesem Schuljahr lernen die Jugendlichen in zwei Gruppen mit je zwölf Schülern die sichere Beherrschung von Boot und Technik auf und manchmal auch unter Wasser. Geübt wird dienstags im Hallenbad Sauerbreystraße. "Es hat sich bewährt, dass die Gruppen altersmäßig bunt gemischt sind", meinen die Lehrer. Oft ließen sich die Älteren auch von den Jüngeren etwas beibringen oder die neuesten Tricks zeigen.
Sehr angetan von dem Engagement der Kollegen und der Entwicklung der AG ist auch der Walder Schulleiter Peter Wirtz. "Wir haben jetzt schon interessante Ganztags-Schwerpunkte im Handball und Fechten, je mehr Konkurrenz dazu kommt, um so besser." Für den Direktor bringt die neue AG jetzt aber organisatorische Probleme. Die Kanu-Einheit muss untergestellt werden, für die Ausrüstung werden Trockenräume benötigt. "Wir müssen sehen, dass wir das ohne große Kosten hinbekommen", meint Wirtz.